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Jagdschloss Granitz

Das Jagdschloss Granitz gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Insel Rügen. Es erhebt sich inmitten eines weitläufigen alten Waldgebietes, der Granitz, auf dem 106 Meter hohen Tempelberg und bietet einen der schönsten Ausblicke über Teile der Insel Rügen bis hin zur Ostsee.




Seit jeher gehörte die Granitz zum Grundbesitz derer von Putbus. In dieser wald- und wildreichen Gegend, in der Nähe des heutigen Jagdschlosses ließ Moritz Ulrich I. von Putbus 1726 ein barockes Jagdhaus erbauen. Als dieses im frühen 19. Jahrhundert nicht mehr den Bedürfnissen und repräsentativen Anforderungen der gräflichen und ab 1817 fürstlichen Familie von Putbus gerecht wurde, erfolgte ab 1836 der Neubau des Jagdschlosses in seiner heutigen Form. Bauherr war Fürst Wilhelm Malte; den Großteil der Planung und die Bauausführung übernahm der Architekt Johann Gottfried Steinmeyer. Der Baumeister Karl Friedrich Schinkel lieferte den Entwurf für den 38 Meter hohen Mittelturm, der 1844 in das Gebäude eingefügt wurde. Eine freitragende gusseiserne Wendeltreppe mit 154 kunstvollen gusseisernen Stufen führt zu einer Aussichtsplattform auf dem Dach des Turms. Die Gestaltung der Innenräume, die als außerordentlich reichhaltig und prachtvoll galten, übernahm großteils der Architekt Friedrich August Stüler.

Das Jagdschloss diente vorwiegend der standesgemäßen Unterbringung von Gästen, aber auch als zeitweiser Wohnsitz der fürstlichen Familie von Putbus, in deren Besitz das Schloss bis 1945 verblieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Enteignung durch die Bodenreform ging der überwiegende Teil der Innenausstattung des Schlosses verloren. Im Laufe der darauffolgenden Jahre fanden im Schloss Veranstaltungen statt, es gab ständige und wechselnde Ausstellungen und eine Ausflugsgaststätte. In den 1960er Jahren richtete man das Schlossmuseum ein. Ab 1983 erfolgte eine Instandsetzung des gesamten Gebäudes.

Nach der Wiedervereinigung wurde das Jagdschloss Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern und wird durch die "Staatlichen Schlösser und Gärten" des Landes verwaltet. Die Räume des Schlosses sind zum größten Teil öffentlich zugänglich, neben der Hauptattraktion, der Wendeltreppe im Hauptturm, sind der Marmorsaal, das Speisezimmer, der Damensalon und das Empfangszimmer in annähernd ursprünglicher Ausstattung eingerichtet.

Dem ursprünglichen Charakter als Jagdschloss wird die umfangreiche Trophäensammlung, die in allen Räumen präsent ist, gerecht.

Granitz finden Sie im Buch "Fotografische Zeitreise - Rügen", Band 1


Jagdschloss Granitz

18609 Ostseebad Binz OT Granitz,

Telefon: 038393-66710
Fax: 038393-667187643
E-Mail: jagdschloss-granitzSPAMFILTER@mv-schloesser.de
Verweis: www.granitz-jagdschloss.de


Öffnungszeiten

Mai bis September: täglich von 9-18 Uhr
Oktober und April: täglich 10-16 Uhr
November bis März: Di. - So. 10 - 16 Uhr
Am 24. und 31. Dezember hat das Jagdschloss lediglich bis 14 Uhr geöffnet.

Letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schließzeit.


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