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Historische Mühlen

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In einigen Orten blieben diese besonderen technischen Denkmale erhalten. Viele davon finden Sie auf der Mühlenseite von Ingo Arlt.

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Schloss oder Gutshaus

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Für alle, die enttäuscht sind, ihr "Schloss" nicht unter den Schlössern zu finden, sondern unter Guts- & Herrenhäusern, haben wir hier die Erklärung.

Schloss oder Gutshaus


Reisen

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Schloss Hohenzieritz

Hohenzieritz war Anfang des 18. Jahrhunderts ein Lehen des Hans Altwich von Holtzendorff. Dieser ließ, nachdem ein Vorgängergebäude 1712 abgebrannt war, ein schlichtes Herrenhaus errichten.




1733 wurde Johann Christian von Fabian mit Hohenzieritz belehnt, der unter Einbeziehung des vorhandenen Gebäudes zwischen 1747 bis 1751 die Anlage als einstöckiges verputztes Fachwerkgebäude mit hohem Walmdach erbauen ließ.

1768 fiel das Lehen an Adolf Friedrich IV., Herzog zu Mecklenburg-Strelitz, der Hohenzieritz zwei Jahre später seinem Bruder Karl II. überließ. Unter ihm entstanden 1776 die beiden flankierenden Kavaliershäuser neu. Ab 1790 begann nach Plänen von Johann Christoph Dräsecke die Erhöhung des Herrenhauses um ein Stockwerk und 1794 die Neugestaltung der Innenräume mit kostbar bemalten Tapeten, edelsten Möbeln und wertvollen Gemälden.

Am 19. Juli 1810 verstarb auf Schloss Hohenzieritz Luise, Königin von Preußen. Durch dieses Ereignis erreichte das Schloss weit über die Landesgrenzen Mecklenburgs hinweg einen hohen Bekanntheitsgrad.

Nach dem Ende der Monarchie 1918 wurde das Schloss ein Museum und bis 1945 konnte die wertvolle Einrichtung des Schlosses von Besuchern besichtigt werden. Doch in den Nachkriegswirren ging vieles unwiederbringlich durch Plünderung und Zerstörung verloren. Nach 1945 und während der DDR-Zeit wurden die Räumlichkeiten durchgängig genutzt: so als Flüchtlingsunterkunft, Konsum-Verkaufsstelle, Kulturhaus, Schule, Kindergarten, Gemeindebüro und als wissenschaftliches Landwirtschaftszentrum.

Nach dem Ende der DDR folgten ab 1992 acht Jahre Leerstand, womit ein Verfall des Schlosses einherging. Ab 2000 erfolgte die Sanierung und seither ist das Schloss Hohenzieritz Verwaltungssitz des  Müritz-Nationalparks. Die Luisen-Gedenkstätte im Sterbezimmer steht für Besucher offen.

Der Hohenzieritzer Landschaftspark gilt als einer der ältesten und bedeutendsten Parks im englischen Stil in Mecklenburg. Er entstand ab 1776 durch den Gartenarchitekten Archibald Thomson auf der Südseite des Schlosses, wo das Gelände sanft abfällt und auf ca. 21 Hektar von einem gestalteten Garten, in den Park mit anschließender freier Landschaft übergeht. Bis 2011 ließ das Land Mecklenburg-Vorpommern den 25 Hektar umfassenden Park rekonstruieren.

Im Park steht der Luisentempel - ein offener Rundbau mit acht Säulen. Diesen ließ Herzog Karl II. im Gedenken an seine Tochter Königin Luise von Preußen ab 1812 durch den Baumeister Christian Philipp Wolff schaffen. Eine auch durch Wolff gestaltete Büste der Königin Luise im Inneren des Tempels wurde 1993 gestohlen und 2007 durch eine Kopie ersetzt.

Ebenfalls im Park ist das von Christian Philipp Wolff erbaute Denkmal "Die Hoffnung tröstet die Trauer" zu sehen, das Herzog Karl II. 1798 seinen früh verstorbenen Frauen und Kindern widmete.

Die runde Schlosskirche entstand 1806 im klassizistischen Stil durch den Baumeister Friedrich Wilhelm Dunkelberg.


Staatliche Schlösser und Gärten Mecklenburg-Vorpommern

17237 Hohenzieritz, Schlossplatz 3

Telefon: 0172-2873931
E-Mail: schloss-hohenzieritzSPAMFILTER@mv-schloesser.de
Verweis: www.mv-schloesser.de/hohenzieritz


Öffnungszeiten Luisengedenkstätte Schloss Hohenzieritz

03. Juni - September: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr
Oktober: Samstag bis Sonntag 11 bis 16 Uhr
November bis Dezember: Führungen auf Anfrage


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