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Schloss Gadebusch im Kalender 2021

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In einigen Orten blieben diese besonderen technischen Denkmale erhalten. Viele davon finden Sie auf der Mühlenseite von Ingo Arlt.

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Schloss Gadebusch

In Gadebusch, einer der ältesten Städte Mecklenburgs, ließ Christoph Herzog von Mecklenburg 1571 das Renaissanceschloss als drittes der großen Schlösser im »Johann-Albrecht-Stil« errichten. Baumeister war Christoph Haubitz, der schon 1549 unter Herzog Johann Albrecht I. diente. Zuvor hatte der Herzog Teile des Schweriner Schlosses und den »Neuen Hof« in Wismar (beide um 1554) errichten bzw. umgestalten lassen.




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Der dreigeschossige Einflügelbau mit einem Treppenturm ist gekennzeichnet durch die reiche Fassadengestaltung mit Terrakotten, die wohl in der berühmten Werkstatt des Statius von Düren entstanden. Vorbilder dieses Stils stammen vermutlich aus der italienischen Terrakottastadt Ferrara. Charakteristische Merkmale, die auch in Gadebusch zur Anwendung kommen, sind halbrunde Giebelabschlüsse, massive Portaleinfassungen und die reichhaltige Strukturierung durch Terrakotten. Etwa 80 Prozent dieser historisch wertvollen Terrakotten haben bis heute überdauert.

Im Inneren setzt sich die Art der Gestaltung fort: Von ehemals vier Prachtportalen sind noch drei erhalten. Zudem legte man Reste von bemalten Balkendecken frei, die in dieser Form in Mecklenburg einmalig sind. Das alles hat dazu beigetragen, dass dem Schloss im Jahre 2019 der Status »Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung« zuerkannt wurde.

Am Treppenhaus sind einige hanseatische Wappen zu sehen und am Hauptgebäude finden sich religiöse Darstellungen und Medaillons mit Brustbildern deutscher Fürsten und Frauen in Renaissance-Trachten.

Seit Anfang des 13. Jahrhunderts residierten in der Burg mecklenburgische Fürsten. Das Schloss diente aber nur bis Anfang des 17. Jahrhunderts als Residenz und um 1878/79 wurde das Hauptgebäude zum Amtsgericht umgebaut. Ab 1903 restaurierte man das Schloss und ersetzte schadhafte Terrakotten durch Neuanfertigungen. In dem Gebäude hatten nach 1918 unterschiedliche Verwaltungen ihren Sitz. Nach 1949 nutzte man das Schloss als Internat, später auch als Kindergarten und Archiv.

Mitte der 1990er Jahre Jahre wurde das Schloss für 50.000 DM an einen Privatinvestor aus Würzburg verkauft. Dieser reichte es wiederum 2012 an den Verein HoffnungsGut weiter. Über die Jahre kam es so zu einem erheblichen Sanierungsrückstand und der Zustand des Schlosses verschlechterte sich zusehends. Im Oktober 2017 konnte die Stadt Gadebusch das Schloss bei einer Zwangsversteigerung "zurückerobern". Seitdem wird es nach und nach saniert.

Gadebusch ist Bestandteil des Wochenkalenders 2009

Gadebusch finden Sie im Buch "Fotografische Zeitreise - Mecklenburg", Band 2


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