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Kalender 2017

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Familie von der Lühe

Einer Legende nach ist die Geschichte der Familie von der Lühe und somit der Ursprung der Anlage in Kölzow verknüpft mit einer Liebesgeschichte, die sich vor mehr als 800 Jahren zutrug.



Zwei Brüder de Lu (heute von der Lühe), beide Ritter in Diensten von Heinrich dem Löwen, befreiten eine wendische Prinzessin aus der brennenden Burg Ilow bei Wismar, eine der Hauptburgen des Wendenfürsten Niklot. Dieser gab die Burgen auf, bevor er sich vor den Truppen Heinrichs des Löwen auf seine letzte Festung Werle zurückzog. Beide Brüder waren von der Schönheit der Prinzessin verzaubert und begehrten sie zur Frau. Die Prinzessin, die beiden zugetan war, traf die Wahl. Sie gab einem Bruder einen Strauß, der andere bekam einen goldenen Reif. Dieser war der auserwählte Gatte.

Seit der Zeit ziert eine gekrönte Prinzessin das Wappen der Familie. Die Wappen der Nachfahren beider Brüder sind identisch - mit einer Ausnahme: Bei den Nachkommen des Bruders, der die Prinzessin heiratete, hält sie einen Ring in ihren Händen, bei den Nachfahren des anderen einen Blumenstrauß. Beide Familienzweige existierten bis in das 18. Jahrhundert. Die Familie mit dem Strauß starb im 18. Jahrhundert aus. Ihr Wappen findet sich noch auf vielen Epitaphen, Grabsteinen u.a. Die heute lebenden Namensträger haben den Ring im Wappen. Zum Ende des 12. Jahrhunderts bekamen die Vorfahren der Familie den Auftrag im Osten Mecklenburgs Siedler aus dem Herrschaftsbereich Heinrichs des Löwen anzuwerben. Sie wählten Kölzow als ersten Standort und bauten hier eine Befestigung: ein Ringgraben mit einem Wehrturm auf der Insel, und anschließend die 1233 geweihte Kirche.

Die Feldsteinkirche Kölzow ist eine der ältesten Kirchenbauten in Mecklenburg-Vorpommern. Ältester Bauteil ist der Chorraum. Mit dicken Felsmauern gebaut, hatte er auch die Funktion eines Wehrturms. In der Kirche entdeckte man erst 1987 wieder Freskenmalereien. Sie wurden mit weißer Kalkfarbe überdeckt als 1736 ein barocker Altar in den Chorraum kam. Dieser duldete keine einfache Malerei in seiner Nachbarschaft und die Fresken wurden übertüncht. Bei einer Sanierung 1987 wurden sie wiederentdeckt und freigelegt. Eines der Freskenbilder illustriert die Wahl der Prinzessin und ist so wohl das ältestes Familienbild der von der Lühes. Die schöne Orgel von Meister Friese III. wurde am 4. Advent 1833 geweiht.

Das erste Herrenhaus lag in unmittelbarer Nähe des Wehrturmes. Später verlagerte sich der Standort des Hauses um ca. 100 m in trockeneres Gelände. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das Gut Kölzow im Besitz der Familie von der Lühe. Das jetzige Herrenhaus wurde um 1850 auf einer älteren Baustelle von Mitgliedern der Familie von Prollius errichtet, den damaligen Besitzern von Kölzow. 1925 kaufte Prinz Sigismund von Preußen Haus und Gut als Sommerresidenz, seine Familie hielt den Besitz bis 1945. Nach 1945 wurde das Herrenhaus zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt, später bot es auch Platz für den Dorfkonsum und den Kindergarten. Im Jahre 2000 erwarb die Familie von der Lühe Haus und Park, im Herbst 2001 begann die Sanierung. Seit Mai 2004 lädt das Herrenhaus als "Landhaus Schloss Kölzow" Gäste ein. Der Giebel des Hauses ist mit dem Relief eines Frauenkopfes geschmückt. Es soll an die Ahnfrau erinnern.


Güter:

Böhlendorf
Camin
Cramon
Dambeck, Bütow
Dudendorf
Fahrenhaupt
Freudenberg

Groß Vielen
Ilow
Klein Nienhagen
Kölzow
Körchow, Hagenow
Pütnitz

Rakow, Neubukow
Redderstorf
Severin
Stubbendorf
Thelkow
Vilz


Landhaus Schloss Kölzow

Kontakt: Familie von der Lühe
Telefon: 038228-619-0
Fax: 038228-619-88
E-Mail: infoSPAMFILTER@schloss-koelzow.de
Verweis: www.schloss-koelzow.de