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Gutshauskarte Mecklenburg-Vorpommern
Auf der Karte finden Sie ca. 1600 Standorte von Gutshäusern, Herrenhäusern, Schlössern und Burgen.
Buch "Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg"
Wir stellen im Band 6 auf 160 Seiten 55 Güter mit kurzen Texten sowie mehr als 220 historischen und aktuellen Fotografien vor.
Gut Pokrent
Im Dorfzentrum von Pokrent befindet sich der ehemalige Gutshof, von dem einige Gebäude, wie die Stellmacherei erhalten sind. Das Gutshaus existiert aber nicht mehr. Am nördlichen Rand weisen noch einige alte Bäume auf den ehemaligen Gutspark hin.
Im Jahr 1230 wurden Pokrent und Alt-Pokrent erstmalig im Ratzeburger Zehntregister erwähnt. Von einer mittelalterlichen Burg der Ritter von Gadebusch sind noch die Reste des Walles und des Wallgrabens vorhanden. Im 14. Jahrhundert befand sich das Dorf im Besitz derer von Lützow, gefolgt von den Hasenkop und im 16. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts die Familie von Bülow. 1723 übernahmen die von Schmettau das Gut. Ab 1754 folgen zahlreiche Besitzerwechsel: Georg Wilhelm von Witzendorff, ab 1777 von Lützow, 1820 Oberamtmann Christian Albrecht Thiessing, 1835 von Wrisberg, 1859 Familie Howitz, 1908 Josef Leclercq und schließlich bis 1945 von Klitzing.
Besitzverhältnisse bis 1945:
| Anfang 13. Jahrhundert |
Ritter Detlev von Gadebusch |
| 14. Jahrhundert |
von Lützow |
| 15. Jahrhundert |
von Hasenkop |
| 16., 17. und Anfang 18. Jahrhundert |
von Bülow |
| ab 1723 |
von Schmettau |
| 1754 bis mind. 1760 |
Georg Wilhelm von Witzendorff |
| 1777 bis 1785 |
von Lützow |
| Johann Friedrich Seeler |
|
| 1820 |
Oberamtmann Christian Albrecht Thiessing |
| 1835/48/53 |
Landdrostin von Wrisberg |
| ab 1859 |
Familie Howitz |
| 1908/13/24 |
Josef Leclercq |
| 1945 |
von Klitzing |
Dorfkirche Pokrent
Der Bau der Kirche begann wohl 1391. Im Kirchturm befinden sich eine alte Glocke aus dem Jahr 1760 und eine neue, die 2006 gegossen wurde. Die Inneneinrichtung ist neogotisch und stammt mit Altar, Kanzel, Gestühl, Holzdecke und Empore aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1854 schenkte der Gutsbesitzer von Behr auf Renzow der Kirche eine Orgel, die von der Hamburger Firma Wolfsteller gebaut wurde. Bemerkenswert ist der Taufstein aus Granit, der möglicherweise schon in dem Vorgängerbau gestanden hat - in jedem Fall aber der älteste Einrichtungsgegenstand ist.
Diesen Ort stellen wir im Buch »Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg«, Band 6, vor.
Schlagworte:
- Pokrent
- Kirche / Kapelle
- Nordwestmecklenburg
- Amt Lützow-Lübstorf
- Gutshaus abgerissen, abgebrannt, verfallen
- Familie von Gadebusch
- Familie von Lützow
- Familie von Hasenkop
- Familie von Bülow
- Familie von Schmettau
- Familie von Witzendorf
- Familie von Wrisberg
- Familie von Klitzing
- Buch "Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg", Band 6



