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Buch "Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg"

Buch "Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg"

Wir stellen im Band 2 auf 160 Seiten 48 Güter mit kurzen Texten sowie mehr als 220 historischen und aktuellen Fotografien vor.

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Buch Mecklenburg 2


Hohen Demzin, Burg Schlitz

Der Baubeginn für das heutige Herrenhaus erfolgte 1806 durch Hans von Labes, der nach der Heirat mit Louise von Schlitz durch Adoption den Namen des Schwiegervaters annahm, vom König in den Grafenstand erhoben wurde und fortan den Namen Hans Graf von Schlitz trug.




Er ließ zuvor den Vorgängerbau, eine Burg, die völlig heruntergekommen war, abreißen. Der Bau kam durch Kriegszeiten zum Erliegen und wurde erst 1812 weitergeführt. Gleichzeitig erfolgte die wirtschaftliche Sanierung des Gutes und die Anlage des 60 ha umfassenden Landschaftsparkes, den 36 Denkmäler schmücken. 1824 wurden Herrenhaus und Park fertiggestellt.


"Des Großherzogs Königliche Hoheit haben dem von dem Dom-Dechanten Grafen von Schlitz auf dessen Karstorfer Feldmark neu angelegten Hofe, den Namen Burg Schlitz beizulegen, daneben auch auf submisseste Bitte zu bestimmen geruhet, daß diese Burg Schlitz von jetzt an als das Hauptgut betrachtet, Karstorf hingegen nur als eine Pertinenz aufgeführet werden soll.

Schwerin, den 17. Januar 1817"


Der unweit des Herrenhauses befindliche Nymphenbrunnen ist 1905 entstanden und soll aus dem Kaufhaus Wertheim in Berlin im Jahre 1932 hierher ausgelagert worden sein. Ein Exemplar dieses Brunnens soll noch im New Yorker Centralpark stehen.

1831 starb der Graf und das Gut ging an seine Tochter "Adele" und den Schwiegersohn Heinrich von Bassewitz-Schlitz, die es bis 1931 behielten. Danach übernahm die Mecklenburgische Landwirtschaftsgesellschaft den Besitz und verkaufte es 1932 an Dr. Emil Georg von Stauß.

Nach der Enteignung der Familie 1945 wurde das Herrenhaus als Flüchtlingsunterkunft und Schule genutzt.

Nach der Wende erwarb Günter Mast, ein Fabrikant, das Herrenhaus und ließ es sanieren. Es folgte ein Besitzerwechsel. Das Herrenhaus wird als Schloss-Hotel geführt.


Besitzverhältnisse bis 1945:

1427-1788

von der Osten
Herrenhaus, das auf den Grundmauern einer Wasserburg stand, brannte 1709 ab)

1788-1791

von Müller

1791-1831

Hans Graf von Schlitz (Hans von Labes)
Hans Labes wurde von seinem Schwiegervater adoptiert und wurde so zu Hans Graf von Schlitz. Er erwarb 1791 das Gut Karstorf

1831-1862

Graf von Bassewitz-Schlitz
Heinrich Adolf Bernhard Graf von Bassewitz auf Wardow heiratete 1822 Johanna Caroline Louise von Labes, Gräfin von Schlitz, und nahm mit landesherrlicher Genehmigung 1823 den Namen und das Wappen seiner Gemahlin an. Er starb 1861 ohne Erben.

1862-1863

Gebrüder von Bassewitz

1863-1930

Friedrich Graf von Bassewitz

1931-1932

Mecklenburgische Landwirtschaftsgesellschaft

1932-1945

Staatsrat Dr. Emil G. Stauß, Generaldirektor der Deutschen Bank und Vorstand der UFA

Der Park von Burg Schlitz

Burg Schlitz ist Bestandteil des Wochenkalenders 2006

Diesen Ort stellen wir im Buch »Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg«, Band 2, vor.


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