English Website
Historische Mühlen
In einigen Orten blieben diese besonderen technischen Denkmale erhalten. Viele davon finden Sie auf der Mühlenseite von Ingo Arlt.
Ihr Eintrag in den Rubriken ...
... zum Beispiel in »Urlaub im Gutshaus« für 90 € netto im ersten Jahr, 60 € netto im Folgejahr.
Gutshaus Dodow
Das heutige Dorf Dodow ist ein Ortsteil der Gemeinde Wittendörp. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1245. Zu dieser Zeit gehörte Dodow zum Besitz des Bischofs im Fürstentum Ratzeburg und diente als Tafelgut der Versorgung des bischöflichen Hofes.
Politisch nahm der Ort eine besondere Stellung ein: Er lag zwar geographisch in Mecklenburg-Schwerin, gehörte aber lange Zeit als Exklave zum Herzogtum Mecklenburg-Strelitz.
1599 erwarb Kuno Hans Halberstadt den Ort, 1614 ging er an Hartwich von Bülow. 1627 gelangten das Gut Dodow sowie das benachbarte Gut Waschow in den Besitz der uradeligen Familie von Graevenitz, die bereits seit 1290 urkundlich belegt ist. Die beiden Dörfer wurden gemeinsam verwaltet und bildeten eine wirtschaftliche Einheit. Die Güter wurden nach den Regeln eines Fideikommisses vererbt, wodurch sie innerhalb der Familie blieben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts umfasste das Gut Dodow rund 675 Hektar. 1935 übernahm der Kaufmann Walter Quast das Gut. Vermutlich ging mit der Übernahme auch der Bau des villenartigen Herrenhauses einher.
1945 wurde das Gut im Zuge der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone enteignet und aufgeteilt. Die landwirtschaftlichen Flächen wurden an Neubauern verteilt oder später in landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften der DDR eingegliedert.
Seit den 1990er Jahren befindet sich das Gutshaus in Privatbesitz und wird bewohnt.
In Dodow gibt es noch eine alte Wassermühle, deren heutiger Backsteinbau aus dem Jahr 1848 stammt.
Diesen Ort stellen wir im Buch »Gutshäuser und Schlösser in Mecklenburg«, Band 6, vor.


