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Gutshaus Rumpshagen

Am nördlichen Rand des Müritz-Nationalparkes befindet sich das Dorf Rumpshagen mit seinem in Norddeutschland einzigartigen Gutshaus: Die Putzflächen an allen vier Seiten der Fassade erhielten einen Glasputz. Das Ausgangsmaterial stammte aus dem Glasbruch der durch ihre Glashütten reich begüterten Familie von Gundlach, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1945 im Besitz des Gutes war.




Ursprünglich gab es in Rumpshagen eine Turmhügelburg, vermutlich des Knappen Hermannus (von) Rumpeshagen. Später gelangte das Dorf in den Besitz derer von Voß auf Flotow und Groß Gievitz.

Das Gutshaus, ein zweigeschossiger Backsteinbau mit Mansarddach entstand unter Jobst von Gundlach in spätbarocker Form 1768/1770. Die Fassade ist durch Kollosalpilaster gegliedert; hof- und gartenseitig befinden sich Mittelrisalite mit Dreieckgiebeln. Im Dreieckgiebel der Hofseite ist das Wappen derer von Gundlach zu sehen, parkseitig zeugte ein schlichtes wappenähnliches Relief, vermutlich aus Metall, mit dem Buchstaben "G" von den Besitzern. Im Inneren blieb im Gartensaal eine Rokoko-Stuckdecke erhalten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gutshaus zu Wohnzwecken und als Sitz der Gemeindeverwaltung. Heute befindet es sich wieder in Privatbesitz und wurde nach 2000 umfangreich saniert. Im Haus können eine Ferienwohnung und Gesellschaftsräume gemietet werden.

Inmitten des Dorfes Rumpshagen befindet sich die Erbbegräbnisstätte der Familie von Gundlach. Sie wurde 1847 gegründet und 1915 erneuert. Hier ruhen, unter anderem, der letzte Gutsbesitzer Günther von Gundlach und seine Ehefrau Ida, geborene von Lücken.

Die gesamte Gutsanlage mit Gutshaus, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden steht unter Denkmalschutz.


Quellen:

Christa Kostolnik: "Die Geschichte des "Glasdorfes" Rumpshagen, Vom stolzen Aufstieg und tragischen Untergang der adligen Gläsnerfamilie von Gundlach", Friedland, 2020, 2. Auflage, ISBN 978-3-941681-83-5

Denkmalliste Mecklenburg-Vorpommern (Stand 1997) auf landtag-mv.de, S. 203 (PDF; 956 kB)

Georg Dehio: "Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern", Deutscher Kunstverlag, Neubearbeitung, München/Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6


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