Gutshaus Ramelow
Das Gutshaus entstand, nachdem Graf Friedrich II. von Hahn 1769 durch eine Erbschaft an das Gut Ramelow gelangte. Das eingeschossige, verputzte Fachwerkaus mit abgewalmten Marsarddach steht im rechten Winkel zu einem mit roten Ziegeln ausgemauerten kleineren Fachwerkteil mit einem Krüppelwalmdach.
1815 ging ein Teil des von Hahn`schen Güterkomplexes in Konkurs und Ramelow wurde verkauft. Zunächst wurde Heinrich Hase der Gutsbesitzer, 1821 erwarb dann Johann Emanuel Hoth den Besitz. Drei Generationen hielten den Besitz, bis es 1895 wieder zum Konkurs kam. Dieses Mal kaufte der Schönberger Bürgermeister Ludwig Bicker Ramelow, dessen Enkel der letzte Besitzer war. Dieser wurde im Zuge der Bodenreform enteignet.
Die Ländereien des Gutshofes wurden parzelliert und an Neusiedler vergeben. Für deren Häuser trug man Teile der Wirtschaftsgebäude ab. Das Gutshaus wurde nach dem Krieg als Kindergarten, Schule und Verwaltungsgebäude genutzt.
Nachdem die letzten Bewohner des Gutshauses vor einigen Jahren auszogen, stand das Haus leer und verfiel, bis es schließlich sogar einsturzgefährdet war. Trotz dieses Zustands haben sich 2024 neue Eigentümer gefunden, die das Gutshaus in den kommenden Jahren sanieren wollen.
Vielen Dank für weitergehende Informationen und Bilder an: Erhard Prillwitz



