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Buch "Gutshäuser und Schlösser auf Rügen"

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Gut Gustrowerhöfen

1286 wird in einer Urkunde der Stralsunder Bürger Godefridus de Gustrowe genannt. Im 16. Jahrhundert gelangte Gustrowerhöfen in den Besitz des Brigittinenklosters Mariakron zu Stralsund. Um 1560 verschmolzen die Besitzungen dieses Klosters mit denen des Klosters St. Annen zu dem Kloster St. Annen und Brigitten zu Stralsund und sie kamen im Zuge der Reformation in den Besitz der Hansestadt.



Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wechselte das Gut in bürgerlichen Besitz. 1859 war es Eigentum von Gustav Jakob Wallenius. Dieser ließ wohl auch das repräsentative Herrenhaus errichten. Die Gutsanlage war ganz typisch in Form eines Hufeisens aufgebaut. Das Herrenhaus bildete das Zentrum, davor beidseitig je zwei Wirtschaftsgebäude, hinter dem Herrenhaus lag ein kleiner Park, der von einer Steinmauer umgeben war.

Unter dem Gutsbesitzer Thormann brannten 1906 drei der Wirtschaftsgebäude ab. Wenige Jahre später, wohl 1910, wurde das circa 130 Hektar umfassende Gut aufgesiedelt, aber später wieder zusammengefügt. 1928 wird Frau H. Schulz als Eigentümerin genannt. Der Verwalter des 70 Hektar großen Gutes war Herr Zühlke. Die jüngste Schulz-Tochter heiratete in die Familie Zühlke ein, sie waren die letzten Gutsbesitzer in Gustrowerhöfen.

Da das Gut weniger als 50 Hektar umfasste, wurde die Familie nicht durch die Bodenreform enteignet. Nachdem es jedoch zu einem Streit zwischen dem jungen Herrn Zühlke mit dem Bürgermeister und den SED-Genossen kam, musste die Familie aus der sowjetischen Besatzungszone fliehen.

1947 brannte auch das letzte Wirtschaftsgebäude ab. Das Herrenhaus diente dann einige Jahre als Sitz des staatlichen, örtlichen Landwirtschaftsbetriebes, später der LPG, bevor es Ostern 1967 ebenfalls abbrannte.

Heute ist die Hoffläche des Gutes komplett betoniert. Am ehemaligen Standort des Gutshauses ist der Keller noch vorhanden, auch die Parkmauer blieb in Teilen erhalten.

Bild: Andreas Zühlke


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