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Gutshaus Butzow
Die Geschichte des heutigen Dorfes Butzow geht bis auf das 13. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1365 wurde der Besitz erstmals als "Rittergut Budessow" erwähnt. Das Gut wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört und fiel wüst.
Vermutlich begann die Familie von Lüskow nach 1744 mit dem Bau des ursprünglichen Gutshauses. Im 19. Jahrhundert wechselte das Gut mehrfach den Besitzer.
Das heutige Gutshaus geht vermutlich auf einen Herrn von Heyden zurück, der es um 1870 errichtet haben soll. Das Rittergut Butzow war zu dieser Zeit ein landwirtschaftlicher Betrieb und hatte etwa 65 Einwohner. 1886 erwarb Georg Heinrich Maaß die Güter Butzow und Lüskow. 1887 vermachte er seiner Tochter Else aus Anlass ihrer Heirat mit Johann von Schütz das Rittergut Butzow als Mitgift.
Nach dem Tode von Carl von Schütz wurde das Gut 1931 an die Landes-Siedlungsgemeinschaft Anklam verkauft und das Gutshaus zu einer Schule umgebaut. Das frühere Rittergut wurde aufgesiedelt, das heutige Dorf begann zu entstehen. Das Schulhaus beherbergte neben den Klassenzimmern auch Wohnungen für Lehrkräfte. 1978 zog die Schule nach Spantekow und es erfolgte ein erneuter Umbau zur Nutzung als Kindergarten.
Seit 1991 stand das Haus weitgehend leer. Das Haus verfiel trotz bestehendem Denkmalschutz zusehends. Zurzeit wird es Schritt für Schritt gesichert und Dach und Fenster erneuert. Dabei wurden einige Umbauten korrigiert, die seit 1931 das Haus nachteilig verändert hatten. Im Haus entstehen mehrere Wohnungen und ein barrierefrei zugängliches Café.
Ein kleiner Park mit einem Teich, historischer Wegeführung und Torpfeilern gehört bis heute zum Gutshaus. Der Park verwilderte in den letzten Jahrzehnten. Aber auch er erhält Zug um Zug wesentliche Elemente seiner ursprünglichen Gestaltung zurück. Geschützte Lebensräume für Wildtiere bleiben dabei erhalten. Der Park soll, wie das Haus, wieder öffentlich zugänglich werden.
Text: Nikolai Wünsche


