Im Jahre 1698 wurde in Neu Gaarz, an der alten Güstrower Landstraße, ein schlichtes Gutshaus errichtet. Auf seinen Grundmauern entstand um 1760 das barocke Gebäude mit der klassizistischen Gliederung. Die Gutsbesitzer von Neu Gaarz wechselten bis in das 20. Jahrhundert hinein häufig. Das Gut befand sich zwischen 1910 und 1931 im Besitz von Fritz Boas und von 1934 bis 1937 von Heinz Holtfretter, der das Gutshaus um- und ausbauen ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen vorerst Flüchtlinge in das Gutshaus ein, später hatte hier das Gemeindebüro kurzzeitig seinen Sitz. Auch als Auslagerungsstelle des Müritz-Museums Waren tat das Gebäude seinen Dienst. Das Gutshaus wurde 1991 von der Kulturwissenschaftlerin und Kunsthändlerin Dr. Ull Eisel erworben. Kurz darauf begann die Rekonstruktion des Gebäudes, das sich zu diesem Zeitpunkt in desolatem Zustand befand, gleichzeitig begann das einfühlsame Gestalten der gesamten Anlage. Danach wurde das Gutshaus als Hotel und Künstlertreffpunkt geführt. Es gab viele Gründe, in Neu Gaarz seinen Urlaub zu verbringen: die prächtige reich ausgestattete Bibliothek, die sorgfältig sortierte Weingalerie im gewölbten, ältesten Teil des Gebäudes und nicht zuletzt die herrliche wald- und wiesenreiche Gegend. Im Frühjahr 2008 eröffneten neue Besitzer nach einer Umgestaltung des Gebäudes hier eine Jagdschule.
Weitere Informationen: www.park-and-lake.de
Neu Gaarz ist Bestandteil des Wochenkalenders 2007
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