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Neubrandenburg-Fünfeichen

Der Gutshof Fünfeichen erlangte im 20. Jahrhundert traurige Berühmtheit. Daran erinnert heute die Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen.




Fotos: Sebastian Haerter

1938 musste Olga von Maltzahn das Gut an die Wehrmacht verkaufen und kurz darauf wurde mit dem Bau von Kasernen begonnen. 1939 entstanden zwei Kriegsgefangenenlager, in denen in den folgenden Kriegsjahren ca. 60.000 Kriegsgefangene inhaftiert waren.

Nach 1945 übernahm der NKWD das Lager. Hier, im Speziallager Nr. 9, darbten über 15.000 Inhaftierte unter schwierigsten Bedingungen und ohne Gerichtsurteile. 4709 Menschen starben an Hunger und Krankheiten, 686 Inhaftierte wurden in die UdSSR deportiert und 3511 nach Schließung des Lagers in andere Lager in Deutschland verlegt. Am Rande des Kleinen Mühlenholzes wurden die Toten in Massengräbern beerdigt.

Zwischen 1958 und 1960 wurde auf dem ehemaligen Friedhof des Lagers eine Erinnerungsstätte angelegt, die aber nie eingeweiht wurde. Und durch ihre Lage im militärischen Sperrgebiet war sie für die Öffentlichkeit unzugänglich.

Im April 1993 wurde die heutige Mahn– und Gedenkstätte feierlich eröffnet. Sie erinnert sowohl an die Opfer der Kriegsgefangenenlager als auch an die des Internierungslagers.


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