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Ein Gutshaus für eine ganze Gruppe!

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Die Gutshäuser- und Schlösserkalender 2018!

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Herrenhaus Libnow

"Seit den ältesten Zeiten ist Libbnow eine ansehnliche Besitzung gewesen, wenn auch deren urkundliche Geschichte nur sehr lückenhaft vorliegt.




Bei vielfachen Aufgrabungen in der Feldmark fanden sich Fundamente, Mauerreste und dergleichen mehr, welche auf hohes Alterthum schliessen lassen. Die nunmehr erloschene, ursprünglich mecklenburgische Familie von Parsenow (sie führte einen silbernen Engelskopf mit schwarzen Flügeln in goldnem Felde im Wappen) besass Libbnow als Lehn von der Krone Schweden. Als Libbnow aus dem Lehnsnexus entlassen war, ging es durch Kauf im Jahr 1792 an den Grafen Friedrich Ludwig von Bohlen auf Carlsburg über. Von diesem kam es durch Erbschaft an den Schwiegersohn, den ersten Grafen von Bismarck-Bohlen (Theodor von Bismarck wurde unter dem 11. August 1818 auf Wunsch seines Schwiegervaters, welcher ohne männliche Leibeserben war, in den Grafenstand erhoben mit der Erlaubnis, den Namen und das Wappen des gräflich Bohlen'schen Geschlechts neben dem seinigen führen zu dürfen). Graf Bismarck-Bohlen verkaufte Libbnow an den verstorbenen Königlichen Amtsrath Homeyer, dessen jüngster Sohn gegenwärtig der Besitzer des Rittergutes ist. Der ganze Hof ist neu aufgebaut; das stattliche Herrenhaus im Tudorstyl aufgeführt, ein Werk des geschätzten Anklamer Baumeisters Drowatzky, liegt mitten in geschmackvollen Gartenanlagen und macht einen sehr günstigen Eindruck. Die bedeutende Wassermühle wird von einem Bache getrieben, welcher in die Peene mündet."

So steht es auf dem Begleitblatt zu Dunckers Lithografie. In der Folgezeit hat sich einiges verändert und Garten, Wassermühle und Nebengebäude des Gutes sind mit wenigen Ausnahmen verschwunden.

Wilhelm Homeyer, der Bauherr des heutigen Herrenhauses, heiratete 1853 Therese Kirstein, die Tochter des damaligen Bürgermeisters von Swinemünde. Nach dem Tod Homeyers 1903 wurde das 564 Hektar große Gut von einem Herrn Sittmann erworben, von dem nichts weiter bekannt ist. Doch schon 1911 wird ein Oskar Schmidt als neuer Eigentümer erwähnt und bereits zwei Jahre später Professor Dr. Paul Silex aus Berlin. In der Zeit von 1922 bis 1936 waren die Brüder Gustav und Ludwig Samson Besitzer. Ihrer jüdischen Abstammung wegen mussten sie das Gut 1936 verkaufen. Neubesitzer war Otto Hoene, ein Gutsbesitzer aus Ostpreußen, der es für seinen Sohn Kurt Hoene erwarb. Da Kurt auf dem Rückflug von seiner Hochzeitsreise verstarb, ging die Gutsverwaltung an seinen Bruder Gerhard Hoene. Nach dem Tod von Otto Hoene im Februar 1943 erbte seine Tochter, Dr. Elisabeth Hoene (1903-1993), die als Juristin bei der IG Farben tätig war, das Gut Libnow. Im April 1945 wurde sie enteignet und vertrieben. In der Folgezeit des 2. Weltkrieges waren auch im Libnower Herrenhaus Flüchtlingsfamilien untergebracht, bis zu 30 Familien sollen zeitgleich das Haus bewohnt haben. In den 1970er Jahren wurde das Herrenhaus durch den Magdeburger Textilreinigungsbetrieb VEB "Edelweiß" erworben und unter anderem auch eine Nähwerkstatt für die DDR-Kittelschürzen eingerichtet. Als Kinderferienlager für Betriebsangehörige des Reinigungsbetriebes wurde das Herrenhaus bis 1989 genutzt. Die Treuhand wurde 1990 Eigentümerin und versuchte das Haus zu verkaufen, während es zunehmend wegen Erhaltungsrückstau verfiel.

Im Jahr 2000 erwarb das Ehepaar Dr. Beate Quies und Siegmund Lorenz den stark baufälligen Bau. Von Anfang an war eine Nutzung von Haus und Außenanlagen für die Kunst vorgesehen. Nach zehn Jahren sorgfältigster Restaurierungsarbeiten erstrahlte das Haus wieder in seiner roten Farbe. Die Galerie und Kunsthandlung "arte deposito" hat sich mit der Zeit durch seine schönen Galerieräumen und seine ausgesuchten Ausstellungen und Konzerte einen guten Ruf bei Künstlern und Kunstinteressierten erworben. Die Rahmenmanufaktur von Siegmund Lorenz stellt in alter handwerklicher Manier Bilderrahmen nach intensiver Beratung individuell her. 2008 wurden Gästezimmer und Druckwerkstatt fertig gestellt. Der im Souterrain befindliche Naturmode-Laden "Luzifer" wurde 2011 durch ein zusätzliches Geschäft, den "Usedom Antiquitäten", ergänzt.

Libnow ist Bestandteil des Wochenkalenders 2013


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