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Die Gutshäuser- und Schlösserkalender 2018!

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Gutshaus Danneborth

Das Gutshaus entstand um 1780 im Auftrag von August Gotthard Boddin. Das Gut gehörte 1914 mit einer Größe von 390 ha zum ritterschaftlichen Amt Buckow, Besitzer war zu dieser Zeit Theodor Ernst Schellhass.
Die OZ vom 17.04.2018 berichtet unter der Überschrift "Herrenhaus steht vor dem Abriss" über die Erteilung der Abrissgenehmigung des Gutshauses, des Verwaltergebäudes und eines Stalles in Danneborth.




Über die jüngere Geschichte – von Matthias Schwarz

... Zu DDR Zeiten gehörte es zum VEG Westenbrügge und wurde als Unterkunft und für Feierlichkeiten genutzt. Derzeit gehört der Gutshof zum Vorzeigegut Hohen Luckow, ist aber leider stark vom Verfall gekennzeichnet. Das Wirtschaftsgebäude wurde noch bis 2008 bewohnt, steht seit dem jedoch auch leer und der Verfall schreitet voran. Sehr imposant ist ebenfalls die zum Gutshof gehörende Scheune, welche ebenfalls ungenutzt ist. Lediglich ein Seitengebäude wird noch teilweise genutzt. Der Gutspark ist stark verwildert aber in seiner Ursprünglichen Form noch gut zu erkennen. Er ist durch einen schönen Bestand an Buchen gekennzeichnet. Die Innere Ausstattung des Gutshauses ist teilweise noch gut zu erkennen mit Holzvertäfelungen und Stofftapeten.

Leider ist das Dach an mehreren Stellen undicht, so dass die eindringende Feuchtigkeit der Bausubstanz zusehens zerstört.


Besitzer des Gutes vor 1945:

1744-1809

von Boddin (August Gotthard Boddin wurde 1787 in den Reichsadelsstand erhoben.)

1809-1829

Geheimer Oberfinanzrat Johann Philipp Baron Waitz von Eschen

1829-1867

Schubarth / Gebrüder Schubarth

1867-1875

Christoph Friedrich Glantz

1875-1884

Helmuth von Plessen

1884-1938

August Schellhass / Ernst Schellhass


Am 12.01.2017 erschien in der Ostsee-Zeitung ein Artikel über den Zustand des Gutshauses Danneborth:

"Danneborth. Der Hausschwamm „saugt“ den Danneborthern ihre in vergangenen Jahrhunderten erbauten Zeitzeugen weg.

Das Denkmal in Danneborth wird der Nachwelt als Plan erhalten – so, wie es gebaut worden war.

Die ursprünglich am Westgiebel der hiesigen Gutsanlage vorhandene Remise ist schon lange „ein Opfer der Zeit“ geworden, wie es die knapp zehn Jahre alte Dorfschautafel mitteilt. Mittlerweile soll aber auch ein zerstörerischer Pilz dem Denkmal Nr. 186 (laut Denkmalliste für den Bereich des Altkreises Bad Doberan vom 27.02.2014) mächtig an die Wände gehen.

„Das Haus ist absolut nicht zu halten“, sagt dazu der Chef von Gut Hohen Luckow, Joachim Walther, der auch dieses Danneborther Anwesen des Unternehmers Ludwig Merckle verwaltet.

Es würde bereits an der Erfüllung der letzten Auflagen für eine Abrissgenehmigung gearbeitet, wie er sagt. „Das heißt, das Gebäude wird aufgemessen – so, dass es der Nachwelt als Plan, wie es gebaut worden war, erhalten bleibt“, erklärt der Landwirt weiter und ergänzt, dass auch das Gutachten eines Holzschutzexperten zum Gutshaus vorliege. Da sei so viel Schwamm drin, heißt es. Und Joachim Walther geht davon aus, dass das Haus noch in diesem Jahr abgerissen wird.

„Wir erhalten das, was zu erhalten ist, und wenn es nicht zu erhalten ist, muss man auch mal in den sauren Apfel beißen“, sagt der Mann und hebt dann die Arbeit des

„Denkmalamtes“ hervor: „Das Amt spielt eine sehr gute Rolle. Es begleitet das und sagt nicht einfach , reißt ab’ , sondern es begutachtet und misst auf. Es ist eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich muss ehrlich sagen, was das Denkmalamt für die Archivierung macht, das halte ich für total lobenswert. “

Der Ort Danneborth war nach Gemeindeangaben bereits 1459 erstmals urkundlich erwähnt worden. Als Gutsbesitzer von Danneborth und Stammvater des Adelsgeschlechts Boddien oder Boddin taucht Bernhard Gottfried Boddin (1694-1758) im Adels-Lexikon von Ernst Heinrich Kneschke auf. Und der königlich hannoversche „Generalmajor Johann Caspar von Boddien, auf Danneborth und Weisin,“ wurde demnach im Juni 1822 in die mecklenburgische Ritterschaft aufgenommen. Im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin führte das „Ritterschaftliche Amt Bukow“ im Jahr 1900 Danneborth dann als Allodialgut – als ein abgabenfreies Gut."


Die Ostsee-Zeitung vom 17.04.2018 berichtet unter der Überschrift "Herrenhaus steht vor dem Abriss" über die Erteilung der Abrissgenehmigung des Gutshauses, des Verwaltergebäudes und eines Stalles in Danneborth.

Der Artikel von Anja Levien:

"Danneborth. In den kommenden drei Monaten wird das Gutshaus in Danneborth (Landkreis Rostock) abgerissen. Das Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege hat die entsprechende Genehmigung erteilt. Der Substanzverfall sei bereits so weit fortgeschritten, dass nach einer Sanierung nicht mehr genügend Originalsubstanz vorhanden sei, die eine Einstufung als Denkmal rechtfertigen würde, heißt es aus dem Landesdenkmalamt. Seit 2012 ist das Herrenhaus in Besitz des Unternehmers Ludwig Merckle. Laut der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Rostock sei das Haus 2012 bereits in einem Zustand gewesen, in dem eine Sanierung nicht mehr zumutbar gewesen wäre. Der Voreigentümer sei Aufforderungen zur Sicherung des Gebäudes nicht nachgekommen." ...

... "Ein genaues Datum für den Abriss nennt Joachim Walther, Verwalter des Anwesens von Ludwig Merckle, nicht: „Das Haus wird demnächst abgerissen.“ Das danebenliegende Verwaltungsgebäude und der Stall hinterm Haus werden ebenfalls abgerissen. Konkrete Pläne für eine Bebauung des Grundstücks gibt es vorerst nicht. „Es wird keine kleinteilige Ferienbebauung geben“, sagt Joachim Walther. Die Natur werde sich den Platz zurückholen. Ein Verkauf des Anwesens habe nie zur Diskussion gestanden."


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