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Schlosskomplex mit Seegrundstück in Mirow zu verkaufen
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Fragen, die sich für uns ergeben

Wie kann es sein,

  • dass der Abriss eines kulturhistorisch wertvollen Gutshauses mit Fördermitteln unterstützt wird?
  • dass die Errichtung eines zweiten Festplatzes in einem Dorf mit 146 Einwohnern mit Fördermitteln unterstützt wird?
  • dass die Mittel für den Abriss ausgerechnet aus dem Förderprogramm der Integrierten Ländlichen Entwicklung kommen?
  • dass Kaufinteressenten Besichtigungstermine verwehrt werden?
  • dass die Gemeindevertreter bereits 2015 ihren privaten Bedarf an Baumaterial aus dem Abriss des Gutshauses anmeldeten?
  • dass eine Bürgermeisterin gemeinsam mit einigen Gemeindevertretern von vornherein Kaufinteressenten aus der AG Gutsanlagen ablehnt?

Hochzeiten & Feste feiern

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im stilvollen Ambiente des Schlosses Gamehl - Der originalgetreu restaurierte "Festsaal" bietet Platz für 80 Personen.

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Gutshaus Ludorf im Kalender 2019

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Protestaktion am Mittwoch, 27. März

Unser gemeinsamer Protest am 27. März ab 10 Uhr in Grammow richtete sich gegen den Abriss des Gutshauses Grammow, aber auch gegen jegliche weitere Vernichtung von Kulturgütern in Mecklenburg-Vorpommern.


Während der NDR gestern vor Ort drehte und Einwohner Grammows und Freunde des Gutshauses sich beim Gutshaus versammelten, wuselten im Bauschutt verschreckte Fledermäuse herum. Die herbeigerufene Polizei und das Ordnungsamt verhängten einen sofortigen Baustopp. Da die Bauarbeiten heute trotzdem fortgesetzt wurden, habe ich Anzeige gegen das Amt Tessin und die Bürgermeisterin Ehrlich erstattet.


Der Abriss des Gutshauses Grammow ist nun besiegelt. Aber vielleicht konnten wir am Mittwoch ein Zeichen setzen und einen Beitrag dazu leisten, dass das sinnlose Zerstören unseres kulturellen Erbes in diesem Land endlich ein Ende findet.

Das Ortsbild Grammows wird für zukünftige Generationen ein mehr als bescheidenes sein. Mit dem Gutshaus und der ebenfalls vernichteten Gutsanlage sind die einzigen kulturgeschichtlichen Werte für immer verloren.

Grammow reiht sich ein in die unzähligen Dörfer, die in den beiden letzten Jahrzehnten ihren Dorfmittelpunkt, ihr kulturelles Zentrum und ihr Alleinstellungsmerkmal verloren, die zu gesichts- und strukturlosen Orten wurden. Was zwei Weltkriege und zwei Diktaturen nicht ausradieren konnten, wird jetzt - unter demokratischen Verhältnissen und oft entgegen dem Bürgerwillen - plattgemacht. Die fadenscheinigsten Gründe sind den Zerstörern immer noch gut genug. Und anstatt das vorhandene Geld zu nehmen, und unsere Region weiterzuentwickeln, wird erst einmal alles abgerissen, was nicht ins ideologische Weltbild der Gemeinde- und Amtsvertreter passt.

Trotz alledem:

Ich bin sehr froh, in Grammow so engagierte Menschen kennengelernt zu haben. Die Mitstreiter der Bürgerinitiative versuchten über viele Monate alles, um ihre demokratischen Rechte wahrzunehmen. Doch leider sind sie mit ihrem Demokratieverständnis ihren Gemeindevertretern und auch der Justiz in diesem Land um Jahre voraus. Letztendlich bin ich stolz darauf, dass ich Euch auf diesem Weg begleiten konnte.

Ilka Zander