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Fragen, die sich für uns ergeben

Wie kann es sein,

  • dass der Abriss eines kulturhistorisch wertvollen Gutshauses mit Fördermitteln unterstützt wird?
  • dass die Errichtung eines zweiten Festplatzes in einem Dorf mit 146 Einwohnern mit Fördermitteln unterstützt wird?
  • dass die Mittel für den Abriss ausgerechnet aus dem Förderprogramm der Integrierten Ländlichen Entwicklung kommen?
  • dass Kaufinteressenten Besichtigungstermine verwehrt werden?
  • dass die Gemeindevertreter bereits 2015 ihren privaten Bedarf an Baumaterial aus dem Abriss des Gutshauses anmeldeten?
  • dass eine Bürgermeisterin gemeinsam mit einigen Gemeindevertretern von vornherein Kaufinteressenten aus der AG Gutsanlagen ablehnt?

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Gutshaus Ludorf im Kalender 2019

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Die Bitte des Dr. Till Backhaus um Verständnis für`s Nichtstunkönnen

21.08.2018
Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt in M-V, und als solcher verantwortlich für das Förderprogramm ILERL M-V mit dessen Geldern der Abriss des Gutshauses Grammow erst möglich gemacht wird, sieht sich leider nicht in der Lage irgendeinen Einfluss zu nehmen. Interessant ist jedoch sein indirekter Hinweis darauf, dass die Gemeindevertreter, die jetzt gegen den Mehrheitswillen agieren, selbst gewählt sind. Also: Aufgepasst bei der nächsten Wahl.


Der Antwort von Dr. Backhaus ging ein an ihn gerichteter Brief der Initiatorin des Bürgerbegehrens, Frau Pflugmacher, mit der Bitte um Unterstützung gegen den Abriss des Gutshauses Grammow voraus:

Zitat:

"Sehr geehrter Herr Minister,

Ich schreibe Ihnen heute aus 18195 Grammow, weil ich nicht mehr weiter weiß.

In unserer Gemeinde leben 147 Einwohner. Seit 2015 versucht ein Großteil des Gemeinderates mit der jeweiligen Bürgermeisterin unser Gutshaus abzureißen. Die Begründungen sind fadenscheinig. Da ist von Einsturzgefahr des Gebäudes die Rede, gar von einer Ruine, von einem Schandfleck in der Gemeinde. Bilder beweisen, baufällig ja, aber nicht einsturzgefährdet und schon gar keine Ruine.

Die Mehrheit der Bürger ist gegen einen Abriss. Das haben wir in einer Liste mit gesammelten Unterschriften zum Ausdruck gebracht. 78 Unterschreiber waren gegen einen Abriss, abzüglich ca. 23 Kinder, also mehr als 60 %. Trotzdem wurde am 13.06.2018 in der Gemeindevertretersitzung der Beschluss gefasst, das Gutshaus abzureißen.

Das Brisante in dieser Angelegenheit, es gab und gibt immer noch einen solventen Kaufinteressenten, dem man mit unprofessionellen Bemerkungen seitens der Bürgermeisterin einen Besichtigungstermin verwehrt hat. Auch Vorschläge unsererseits, durch einen Förderverein die Gemeinde zu unterstützen, das Gutshaus zu erhalten, wurden ignoriert.

Was ich und viele andere Einwohner nun aber gar nicht verstehen Ist, dass der Abriss des Gutshauses ausgerechnet vom Amt für Landwirtschaft aus dem Förderprogramm der integrierten Ländlichen Entwicklung (ILERL MV) gefördert wird, obwohl das Förderprogramm doch eigentlich die Gemeinden unterstützen soll, gerade diese historischen Gebäude zu erhalten, um mit ihnen wieder neues kulturelles Leben und Arbeitsplätze  in die Dörfer zu bringen.

Die Förderung  läuft über den Abschnitt 2 “Förderung zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes.“

Punkt 13.1.1.  Gefördert werden:   
Absatz b)   Dorf- und Festplätze sowie flächige Grünanlagen.

In den Förderrichtlinien steht aber auch:
 „ Punkt 2 Gegenstand der Förderung
 2.2.  Nicht gefördert werden:
g)  Abbruch bestehender baulicher Anlagen, es sei denn, die Abbruchmaßnahme ist Voraussetzung für die Durchführung des Vorhabens …… und wird nicht ausschließlich zur Ablösung einer Verkehrssicherungspflicht durchgeführt.

Ohne diese Fördermittel wäre ein Abriss gar nicht in Betracht gezogen und möglich gemacht worden.

Unser Gutshaus soll abgerissen werden für einen Festplatz.Dabei gibt es in unserer Gemeinde schon einen kleinen aber feinen Festplatz am Dorfteich. Und die Mehrheit der Bewohner möchte das Gutshaus auch nicht dafür hergeben. Das Dorfbild würde durch den Abriss  nicht verschönert, sondern seines historischen Kerns beraubt und seine Identität  für immer verloren. Gerade beginnen zarte  touristische Strukturen sich zu etablieren. Durch den Abriss würden die touristischen Kleinunternehmen eines wichtigen Anziehungspunktes beraubt und gefährdet.

Was sollen wir unseren Kindern und den späteren Generationen sagen.
Wir haben in unserer Gemeinde nur noch dieses eine Gutshaus. 2 Gutshäuser mussten schon weichen wegen Baufälligkeit.  Dieses Gutshaus ist rettbar und es ist wert, gerettet zu werden, auch wenn es keinen Denkmalschutz hat.

Die Fördermittel des Förderprogramms werden in diesem speziellen Fall missbraucht, um die Kurzsichtigkeit und Engstirnigkeit einzelner Unbelehrbarer durchzusetzen.  
Die Fördermittel für einen Festplatz hätten auch ohne den Abriss des Gutshauses gestellt werden können. Genug Platz wäre im angrenzenden Park des Gutshauses vorhanden gewesen.

Sogar das Gutshaus selbst hätte von diesen Förderungen wieder Instand gesetzt werden können. Genügend finanzielle Eigenmittel sind in der Gemeindekasse vorhanden. Ein Abriss erschließt sich uns nicht.

Bitte unterstützen Sie uns, dass unser Gutshaus nicht abgerissen wird. Die Einmaligkeit unseres Mecklenburg – Vorpommerns  muss erhalten bleiben.

Hochachtungsvoll
Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Pflugmacher und viele besorgte Bürger von Grammow

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