Gutshäuser und Schlösser Gutshäuser und Schlösser Gutshäuser und Schlösser
Gutshäuser und Schlösser Gutshäuser und Schlösser

Aktuell

Gutshäuser

Domänen

Schlösser

Burgen

Lageplan

Gärten und Parks

Wappen und Familien

Urlaub im Schloss

Urlaub im Gutshaus

Links

Stiftungen

Quellen

Kontakt / Impressum



Wochenkalender

Kalender 2011

Kalender 2010

Kalender 2009

Kalender 2008

Kalender 2007


Suche


alle Kalender auf einen Blick
 

Seebad Heiligendamm bei Bad Doberan

 
Heiligendamm
Karte
Lage

Auf Initiative des Badearztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel wurde am 22. Juli 1793 durch Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin der Beschluss gefasst, den Ort Heiligendamm zum ersten deutschen Seebad auszubauen. Die waldreiche Umgebung und das gesunde Klima, begünstigt durch den Standort am Meer, waren entscheidend für die Wahl des Standortes. Zwischen 1793 und 1870 schufen die Baumeister Johann Christoph Heinrich von Seydwitz, Carl Theodor Severin und Gustav Adolph Demmler ein einzigartiges klassizistisches Gesamtkunstwerk aus Bade- und Logierhäusern. Heiligendamm war seit seiner Gründung das eleganteste Seebad in Deutschland. Europäischer Hochadel, inkusive der Zarenfamilie, verbrachten hier ihre Sommerfrische. Bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts blieb Heiligendamm ein exklusiver Badeort mit vielen prominenten Gästen. In der damaligen Gesellschaft galt es als Muss, wenigstens einmal im Leben dort gewesen zu sein. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude Heiligendamms als Sanatorium und Erholungsstätte genutzt. Im Jahre 1996 erwarb die in Köln ansässige Fundus Gruppe die Häuser und im Sommer 2003 eröffnete das Kempinski Grand Hotel in den zum Teil restaurierten, zum Teil neu errichteten Gebäuden. Viele weitere Häuser, wie auch die Villen der sogenannten “Perlenkette” verfallen indessen weiter. Die “Villa Perle” (3. Bild rechts), einstige Sommerresidenz des russischen Zaren Nikolaus I., ließ Fundus im Januar 2007 abreißen, weitere Villen sollen folgen. Im Juni 2007 fand hier der G8-Gipfel statt.

Heiligendamm ist Bestandteil des Wochenkalenders 2008



Wir möchten unseren Protest gegen den Abriss der kulturhistorisch bedeutsamen Perlenkette in Heiligendamm kundtun.

Perlenkett vor dem Abriss der Villa Perle   abgerissene Villa Perle

Der als erstes deutsches Seebad im Jahre 1793 von Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg gegründete Ort Heiligendamm war stets etwas Besonderes und zu jeder Zeit Anziehungspunkt für Badegäste und Erholung Suchende. Dazu trug nicht nur die idyllische Lage direkt am Meer, umgeben von Wäldern, sondern auch das ästhetische Erlebnis des fast 200 Jahre alten Ensembles klassizistischer Architektur bei.

Die sogenannte Perlenkette von 7 Villen aus dem 19. Jahrhundert in der "Weißen Stadt am Meer" war bis zum Abriss der Villa "Haus Perle" im Januar diesen Jahres in ihrer Vollständigkeit einzigartig. Weder der 2. Weltkrieg, noch 40 Jahre DDR vermochten es, dieses Ensemble der bis vor kurzem noch denkmalgeschützten Gebäude zu zerstören. Dies erreicht nun eine Gesellschaft von Kapitalanlegern.

Die Fundus-Gruppe ließ die Villen der Perlenkette in den letzten Jahren weiter verfallen, nachdem die Einwohner die Häuser verlassen mussten. Nun ist "Haus Perle" als erstes beseitigt, zwei weitere Villen - "Haus Möwe" und "Haus Schwan" - sollen folgen. Eine schriftliche Garantie für den Wiederaufbau existiert nicht. Vielmehr besteht die Befürchtung, dass die Perlenkette in ihrer Gesamtheit und viele andere wertvolle Häuser abgerissen werden.

Die Entwicklungs-Compagnie Heiligendamm (ECH) als Investor verlor für uns ihre Glaubwürdigkeit - achtete sie immer sorgsam darauf, dass sie ihre Aussagen niemals schriftlich fixieren musste. Die Bad Doberaner Lokalpolitiker haben dies offensichtlich auch nie verlangt und lernen auch nicht aus früheren Fehlern - sie haben der ECH nichts entgegenzusetzen.

Durch den Abriss wird ein Stück Mecklenburger Geschichte und Identität rücksichtslos vernichtet - und die Bürger der Region schauen ohnmächtig zu, wenn sie sich nicht schon abgewendet haben. Am Ende dieses Prozesses werden die Menschen ihr geliebtes Heiligendamm verloren haben, ohne dass ein wirtschaftlicher Aufschwung eingekehrt ist. Zum Hohn wird die Schuld für den Misserfolg des wirtschaftlichen Konzeptes der ECH - trotz gewaltiger Fördersummen des Landes Mecklenburg-Vorpommern - auch noch den Menschen vor Ort gegeben und dies als Grund genommen, immer mehr einzufordern. Ein gekaufter Gutachter der Universität Rostock bestätigte erst kürzlich wieder alle Forderungen der ECH.

Bitte helfen Sie uns und allen Menschen, die sich für ihr Land engagieren und nicht hilflos zusehen wollen, wie die kulturellen Werte unseres Landes den rein wirtschaftlichen Interessen einiger Weniger zum Opfer fallen.

Es geht um Werte, Moral, Geschichte und Identität. Es geht um die Herzen der Mecklenburger - und es geht darum, künftigen Generationen das Erlebnis ästhetischer Baukultur zu erhalten.

Ilka Zander, Jörg Matuschat, Axel Thiessenhusen, Tobias Bork, Hans Götze

Jeder Unterzeichner ist uns wichtig - bitte, beteiligen Sie sich.



Bürgerinitiative für "Öffentlichkeit in Heiligendamm"
Nach Jahren des Stillstandes und einer ungewissen Zukunft finden in Heiligendamm große Veränderungen statt. Im Sommer 2003 eröffnete das Kempinski Grand Hotel in den zum Teil originalen, aufwendig restaurierten, zum Teil neu erbauten Gebäuden in der "Weißen Stadt am Meer". Das ist ein an sich positiver Impuls für die Stadt Bad Doberan, ihren Ortsteil Heiligendamm sowie die umliegende Region. Dennoch hat sich aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Ort eine Bürgerinitiative für "Öffentlichkeit in Heiligendamm" gegründet, die die aktuellen und zukünftigen Vorhaben der EntwicklungsCompagnie Heiligendamm (ECH) kritisch hinterfragt und begleitet.

Weitere Informationen: www.proheiligendamm.de



"Haus Burg": Im Jahre 1843 von G. A. Demmler als herzogliches Wohnhaus erbaut. Umbau 1948/49 im klassizistischen Stil.

"Haus Mecklenburg": Als eingeschossiges Badehaus 1795/6 von J. C. H. von Severin begonnen. Durch G. A. Demmler 1835 weitergebaut und aufgestockt. 1873 Erweiterung durch Kopfbau und weitere Veränderungen.

"Kurhaus": 1814-16 von C. T. Severin im klassizistischen Stil erbaut

Friedrich-Franz-Palais

Friedrich-Franz-Palais

Großherzog Friedrich Franz von Mecklenburg ließ das heutige Kurhotel als sein persönliches Gästehaus 1793 errichten. Das Haus mit seiner einmaligen Architektur zwischen Barock und Klassizismus wurde 1987/1994 aufwendig saniert. Das Haus befindet sich in Privatbesitz und wird als Hotel geführt.

www.friedrich-franz-palais.de

Gutshäuser, Schlösser
Grandhotel Kempinski  Grandhotel mit Kurhaus  Grandhotel mit Promenade  Kurhaus

Gutshäuser, Schlösser
Grandhotel Kempinski  Gedenkstein 50-jähr. Bestehen  Orangerie  Burg Hohenzollern  Burg Hohenzollern

Gutshäuser, Schlösser
Weiße Perlen am Strand  Haus Anker  Haus Greif  Haus Großfürstin Marie

Gutshäuser, Schlösser
Haus Großfürstin Marie  Haus Hirsch  Haus Krone, später Magdeburg  Haus Möwe  Haus Schwan

Gutshäuser, Schlösser
Haus Seestern  Alexandrinen-Cottage 

zurück



Letzte Änderung am