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Herrenhaus (Schloss) Schlemmin bei Ribnitz-Damg.

Schlemmin ist ein alter Besitz der in Vorpommern und Mecklenburg beheimateten Familie von Thun. 1283 wird ein Heinricus de Thune im Landesfriedensbündnis der wendischen Ostseeländer erwähnt.




Seit 1320 ist dieses Geschlecht urkundlich auf Schlemmin bezeugt. Die Thun haben in Schlemmin im 14. Jahrhundert eine Burg aufgeführt, die im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut wurde, sie war noch im 19. Jahrhundert vorhanden. Das neogotische Herrenhaus in schlossartigem Stil mit Neorenaissanceelementen entstand zwischen 1846 und 1850 durch den Berliner Architekten und Baumeister Eduard Knoblauch im Auftrage des Gutsherrn Wilhelm Ulrich von Thun (1784 - 1862). Durch Heirat Emmas von Thun mit Otto Graf Solms-Rödelheim geht das Schloss mit seinen Gütern auf diese Linie über. Aus dieser Ehe stammt Bertha Thekla, die sich 1892 mit Graf Ferdinand zu Stolberg-Wernigerode vermählt. Aus dieser Ehe stammt Graf Günther, 1923 verheiratet mit Emma von Plathen. 1931 wurde deren Tochter Sybille geboren. Nach dem Tod von Günther Graf zu Stolberg-Wernigerode trat eine Erbengemeinschaft, bestehend aus seiner Witwe und ihren drei Kindern, die Nachfolge an.

1936 bekam das Gut einen Verwalter vor die Nase, der mit allen Vollmachten ausgestattet war. Nachdem das Schloss jetzt über mehrere Jahre leer stand, richtete man 1943 hier ein Lazarett ein. Ende 1944 wurden die ersten Flüchtlinge aus dem Osten einquartiert. Aus diesen Jahren stammt auch die Gräberanlage im Schlosspark. Der Grundbesitz der Erbengemeinschaft Stolberg-Wernigerode umfasste 1945 ca. 4.000 ha.

Im Mai 1945 besetzte die Rote Armee den Ort. Hier endet die Herrschaft des Adelsgeschlechtes durch Flucht der verbliebenen weiblichen Angehörigen in den Westen. In den Zeiten der jungen DDR diente das Schloss 160 Flüchtlingen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland als Unterkunft. Im Musiksaal wurde eine Konsum-Verkaufsstelle eingerichtet, im Schloss eine Schule. 1970 wurde das zum Gästehaus der LPG "Rotes Banner" Trinwillershagen und es fanden sich Mitglieder des Politbüros der SED, Minister und Funktionäre ein. Schulungen und Brigadefeste fanden statt.

1991 erlangte die Gemeinde Schlemmin Besitzrechte am Schloss. Eine Unternehmensgruppe aus Berlin bewirtschaftete das Gebäude als Schlosshotel bis 1992, jedoch erfolglos. Das Schloss gelangte in das Eigentum der TLG der Bundesrepublik als Vermögensverwaltung. 1999 kaufte Horst Sander aus Bremen dieses Gebäude und bewahrte es vor dem Verfall. Er ließ in jahrelanger Arbeit von Grund auf sanieren und modernisieren, so dass das "Park-Hotel Schloss Schlemmin" eröffnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.

In alter Pracht präsentiert sich auch der ca. 23 ha große Schlosspark, der neben vielen anderen dendrologischen Sehenswürdigkeiten u. a. mehrere 800-jährige Eichen, eine zauberhafte Lindenallee, einen Obst- und Kräutergarten aufweist. Er entstand als Barockpark bereits im 18. Jahrhundert unter Einbeziehung eines alten Buchen- und Eichenwaldes und erfuhr im 19. Jahrhundert die Umgestaltung und Erweiterung in einen englischen Landschaftspark.

Schlemmin ist Bestandteil des Wochenkalenders 2006

Schlemmin finden Sie im Buch "Fotografische Zeitreise - Vorpommern", Band 2


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